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Luftaufnahme

Rundblick

Langsam umkreist die Kamera den Backsteinturm der Stadtkirche. Unter ihr das dichte Grün der alten Bäume, dahinter die roten Dächer der Inselstadt und das ruhige Blau des Malchower Sees.

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Auf einen Blick

Die Stadtkirche

Bauzeit

1870–1873

Erbaut und am 2. November 1873 feierlich geweiht

Höhe des Turms

49,24 m

Kirchturm mit Vierergeläut, weithin sichtbar über Malchow

Baustil

Neugotik · Backstein

Nach Entwürfen von Oberbaurat Georg Daniel, Schwerin

Geschichte

Eine Kirche entsteht

Die Vorgängerkirche

Malchows erste Kirchen standen auf der Insel hinter dem Rathaus. Ihr Schicksal war geplagt von schlechtem Baugrund und dem verheerenden Stadtbrand von 1697, dem eine der Vorgängerinnen zum Opfer fiel.

Als der Turm der letzten Inselkirche 1868 gefährliche Schäden zeigte, setzte sich Pastor Stolzenburg entschlossen für einen Neubau ein und gewann dafür Großherzog Friedrich Franz II., der 6.000 Taler aus seinem Privatvermögen beisteuerte.

Aquarell Vogelperspektive Stadtkirche Malchow hoher Kirchturm Kreuz Mecklenburgische Seenp

Aquarell der Stadtkirche Malchow aus der Vogelperspektive: Backsteinturm und Kreuz über der Mecklenburgischen Seenplatte

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Der Neubau, 1870–1873

Nach Entwürfen des Schweriner Architekten Georg Daniel entstand die kreuzförmige Backsteinkirche, die bis heute das Stadtbild prägt. Im Innern trägt sie eine hölzerne Tonne statt eines gemauerten Gewölbes — aus Kostengründen gewählt, doch reich verziert: Drachen, Engel und Medaillons verbergen sich im Schnitzwerk der Decke.

Drei bunte Glasfenster hinter dem Altar tauchen den Raum in farbiges Licht. Am 2. November 1873 wurde die Kirche feierlich geweiht.

Geschichte

Eine Kirche entsteht

Der Weg zur heutigen Stadtkirche war lang und von Rückschlägen geprägt. Mehrere Vorgängerbauten auf der Insel hinter dem Rathaus überdauerten nie lange – Feuer und Baugrund setzten ihnen zu.

Erst der Mut, radikal neu zu denken und die Kirche an einen anderen Ort zu stellen, machte den Bau möglich, der bis heute das Bild der Stadt prägt.

1697

Der Stadtbrand

Die Vorgängerkirchen der heutigen Stadtkirche standen auf der Insel hinter dem Rathaus, am Standort des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes. Alle Inselkirchen hatten meist nur sehr kurze Standzeiten — Ursache dafür waren der schlechte Baugrund und der Stadtbrand von 1697.

1812–1817

St. Jürgen zu Neu Malchow

Die letzte Inselkirche wird errichtet. Bereits 1868 ist der Zustand ihres Turms so besorgniserregend, dass wegen der von ihm ausgehenden Gefährdung gehandelt werden muss.

1868

Die Entscheidung

Der Magistrat der Stadt Malchow — seit 1825 Patronatsherr über die Kirche — muss entscheiden: Rekonstruktion der Inselkirche oder Neubau? Pastor Ferdinand Stolzenburg setzt sich mit großem Engagement für den Neubau am jetzigen Standort ein und gewinnt Großherzog Friedrich Franz II. für diese Idee.

1870–1873

Der Neubau

Nach Entwürfen von Architekt Georg Daniel (Baucondukteur, später geheimer Baurat in Schwerin) entsteht die Kirche in Form einer Kreuzkirche. Daniel plant später auch den Wiederaufbau der 1888 ausgebrannten Klosterkirche (errichtet 1844–49).

2. Nov. 1873

Die Einweihung

Die neue Stadtkirche Malchow wird eingeweiht — an ihrem heutigen Standort, fernab des einsturzgefährdeten Inselbodens.

Aquarell Detailansicht Chorraum Stadtkirche Malchow Kreuzrippengewoelbe Blattranken Freske

Aquarell-Detailansicht des Chorraums mit Kreuzrippengewölbe, Blattranken und Fresken

1870–1873

Der Neubau

Nach Entwürfen des Schweriner Oberbaurats Georg Daniel entstand die kreuzförmige Backsteinkirche, die bis heute das Stadtbild prägt. Im Innern trägt sie eine hölzerne Tonne statt eines gemauerten Gewölbes, aus Kostengründen gewählt, doch reich verziert: Drachen, Engel und Medaillons verbergen sich im Schnitzwerk der Decke.

Drei bunte Glasfenster hinter dem Altar tauchen den Raum in farbiges Licht. Am 2. November 1873 wurde die Kirche feierlich geweiht.

Kirchenschätze

Details, die bleiben

Im Innern der Stadtkirche erzählen Orgel, Kronleuchter und Westfenster jeweils ein eigenes Stück Geschichte: kunstvoll gestaltet und bis heute lebendig.

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Kronleuchter

Im Schnitzwerk der hölzernen Tonnendecke verbergen sich Drachen, Engel und Medaillons. Der Kronleuchter setzt die kunstvolle Deckengestaltung stimmungsvoll in Szene.

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Die Orgel

Das historische Instrument prägt den Klang der Stadtkirche bei Gottesdiensten und Konzerten. Der Förderverein unterstützt Pflege und Erhalt, damit ihr Klang auch künftigen Generationen erhalten bleibt.

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Das Westfenster

Das runde Fenster über dem Hauptportal ist eines der markantesten Gestaltungselemente der Kirche und Namensgeber für die farbige Bildsprache der Website.

Förderverein · seit 1998

Gemeinsam bewahrt

Seit 1998 unterstützt der Förderverein Stadtkirche Malchow e.V. die Gemeinde beim Erhalt des Gebäudes: eine neue Schieferdeckung, die restaurierte Turmuhr, Geläut und Läutewerk, ein neues Kreuz auf dem Dachreiter und die Sicherung der Vierungspfeiler — Stein um Stein, für die nächsten Generationen.

Förderverein · seit 1998

Gemeinsam bewahrt

Seit 1998 unterstützt der Förderverein Stadtkirche Malchow e.V. die Gemeinde beim Erhalt des Gebäudes: eine neue Schieferdeckung, die restaurierte Turmuhr, Geläut und Läutewerk, ein neues Kreuz auf dem Dachreiter und die Sicherung der Vierungspfeiler. Stein um Stein, für die nächsten Generationen.

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